Der Bildkünstler Helmuth Uhrig schuf seine Kunstwerke gemäß des Prologs zum Johannesevangelium: „Am Anfang war das Wort, und das Wort ward Fleisch.“ So ist auf der linken Bildwand – der Kanzelseite – Die Schöpfung, die Geburt Christi, sein Leben und Wirken sowie seine Passion dargestellt – meist angelehnt an das Johannesevangelium. Den Chorraum dominiert der Altar mit der Darstellung des Ostergeschehens.

Auf der Taufsteinseite wird das Johannesevangelium wieder aufgenommen mit den Geschichten bis zur Himmelfahrt (die nur angedeutet wird) und – um das Pfingstfenster gruppiert – mit dem Wirken der Gemeinde, wie sie in der Apostelgeschichte erzählt wird. Den krönenden Abschluss bildet der thronende Christus, der auf einem Bogen sitzt. Einem Bogen folgt auch der Betrachter, wenn er das Programm der Bildwände und des Chorraums meditierend verfolgt.

In der unteren Hälfte der Bildwände finden sich zwölf Figuren, die links die Jünger, rechts die Gemeinde darstellen. Sie sind innen aus grauem Glas, außen aus grauem Beton. Sie symbolisieren das Geschehen in der Kirche: Drinnen hören wir die Frohe Botschaft und empfangen den Segen. Wir sind verpflichtet, dies nach draußen weiter zu geben.

Dr. Detlev John (Festschrift zum Jubiläumsjahr 210/11)