Von außen betrachtet ist unsere Kirche schmucklos. Sie setzt jedoch einen städtebaulichen Akzent. Das Gelände wird oft als „Tor zu Eberstadt“ bezeichnet. In der Tat fällt der wuchtige Backsteinbau (in Wahrheit sind die tragenden Elemente aus Stahlbeton) jedem Betrachter auf, der die Heidelberger Landstraße passiert. Der Turm – als Campanile damals häufig gebaut – steht in der Sichtachse der Katharinenstraße (damals die B 3) und der noch nicht errichteten, aber schon lange geplanten Reuterallee. Die Kirche schützt gleichsam das Gemeindegelände und lädt gleichzeitig ein, es zu betreten. Innen wirkt sie ebenfalls schmucklos – zumindest auf den ersten Blick. Dies ist aber erklärte Absicht des Architekten Fritz Soeder. Nichts soll die Gläubigen von der Andacht abhalten. Zunächst waren noch Fenster an den Seitenwänden geplant, gebaut wurden aber glatte Wände. Das Licht sollte indirekt von oben durch die Lichtbandfenster kommen – und von den Bildfenstern. Diese waren zu Beginn noch gar nicht eingeplant, zumindest nicht in der heutigen Form. So ist es ein Glück, dass der Bildkünstler Helmuth Uhrig den Auftrag zur Gestaltung des Innenraumes bekam.

Dr. Detlev John (Festschrift zum Jubiläumsjahr 210/11)

Mehr zu den Kirchenfenstern finden Sie hier.

 

Öffnungszeiten: Besichtigung ist nur nach den Gottesdiensten und auf Absprache möglich.