Schutzkonzept für Gottesdienste
in der Ev. Christuskirchengemeinde Darmstadt-Eberstadt

Christuskirche, Dekanat Darmstadt-Stadt
Heidelberger Landstraße 155
64297 Darmstadt

Auf Grundlage der hessischen Coronavirus-Schutzverordnung hat die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau am 29. Juni 2021 Grundsätze zum Schutz der Gesundheit vor einer SARS COV 2-Infektion in Gottesdiensten veröffentlicht. Zur Umsetzung dieser Regeln in der Christuskirchengemeinde beschließt der Kirchenvorstand das folgende Schutzkonzept. Sollten kommunale Vorgaben strengere Auflagen machen als in diesem Schutzkonzept festgehalten, so gelten die kommunalen Vorgaben.

1. Prämisse

Der Kirchenvorstand ist sich in der Zeit der Gefährdung seiner besonderen Verantwortung für den Schutz des Lebens und der „Nächsten“ bewusst. Ziel aller im Folgenden beschriebenen Schutzmaßnahmen ist es, Infektionsrisiken zu minimieren, damit Gottesdienste nicht zu Infektionsherden werden.

2. Informationsweitergabe

Das Schutzkonzept wird durch Aushang in der Kirche und auf der Homepage der Kirchengemeinde bekanntgemacht.

3. Maßnahmen

Die Teilnahme an Gottesdiensten wird auf eine den Abstandsregelungen entsprechende Höchstzahl von Personen beschränkt. Diese beträgt für die Christuskirche maximal 90 Personen, die an 72 Platzmarkierungen sitzen können.

Wenn alle Plätze an den Platzmarkierungen besetzt sind, können keine weitere Besucher eingelassen werden. Diese werden zu einem der nächsten Gottesdienste eingeladen.

Für Gottesdienste, bei denen mit einer Auslastung der Kapazitäten zu rechnen ist, wird eine vorherige Anmeldung empfohlen. Dies kann auch durch die Nutzung eines digitalen Anmeldetools erfolgen.

Im Haupteingang der Kirche wird mit einem Klebeband der Abstand von 1,5 Meter markiert, damit der Abstand eingehalten wird, falls eine Schlange entsteht. Am Eingang steht Desinfektionsmittel zum Desinfizieren der Hände bereit.

Personen mit Symptomen einer Covid-19-Erkrankung wie beispielsweise Husten, Fieber oder Halsschmerzen dürfen nicht an dem Gottesdienst teilnehmen und werden gebeten auf mediale Gottesdienste auszuweichen.

Beim Betreten und Verlassen der Kirche ist eine medizinische Maske zu tragen. Wer keine medizinische Maske mitgebracht hat, bekommt diese von der Kirchengemeinde ausgehändigt. Die Maske kann am Platz abgenommen werden und muss dort nur während des Gemeindegesangs getragen werden.

Die Besucher werden darauf hingewiesen, beim Hineingehen und Hinausgehen und in der Kirche Abstand zu halten. Der Sitz- und Stehabstand zwischen Personen in jede Richtung beträgt mind. 1,5 Meter. Angehörige eines Hausstandes sowie vollständig Geimpfte und Genesene dürfen auf eigenen Wunsch ohne Mindestabstand zusammensitzen. Personengruppen dürfen sich nicht spontan zusammensetzen oder durch Veranstalter zusammengesetzt werden.

Der Abstand zwischen den Personengruppen muss weiterhin mindestens 1,5 Meter betragen; ggf. müssen Sitzplatzmarkierungen freigelassen werden. Die Gesamtzahl der Teilnehmenden bleibt von genesenen und geimpften Teilnehmenden unbeeinflusst.

Die Empore darf nur vom Organisten und den Solomusikern genutzt werden.

Die Kirchenvorsteher begrüßen und unterstützen die Gottesdienstbesucher beim Einnehmen der Plätze. Der Zugang wird über den Mittelgang durchgeführt. Die vorderen Plätze werden zuerst besetzt.

Das Gemeindesingen ist mit medizinischer Maske bei einer Inzidenz unter 50 erlaubt. Auf liturgische Handlungen, die Berührung voraussetzen, wird im Gottesdienst verzichtet.

Die Kirche wird nach dem Gottesdienst nur über die Seitengänge in zwei Richtungen verlassen: a) durch den Hauptausgang und b) durch den Nebenausgang.

Am Ende des Gottesdienstes wird auf die Regeln zum Verlassen der Kirche entsprechend dem Wegeplan hingewiesen. Die Kollekte am Ausgang wird kontaktlos eingesammelt und mit Einmal-Handschuhen gezählt.

4. Hygiene

Die allgemeinen Hygieneregeln sind auch im Gottesdienst einzuhalten. Die Kirchenvorsteher achten auf die Einhaltung. Nach dem Gottesdienst werden Türgriffe, Platzmarkierungen und Handläufe vom Küster desinfiziert. Der Kirchenraum wird vor und nach dem Gottesdienst ausreichend gelüftet.

5. Erfassung der Teilnehmenden

Zum Zwecke der Nachvollziehung von eventuellen Infektionsketten müssen die Gottesdienstbesucher ihren Namen, Adresse und Telefonnummer beim Betreten der Kirche hinterlassen. Nach einem Monat werden diese Angaben vernichtet. Hierbei finden die Bestimmungen der Datenschutzgrundverordnung zur Informationspflicht und zum Recht auf Auskunft zu personenbezogenen Daten keine Anwendung; die Teilnehmenden werden über diese Beschränkungen informiert.

Alternativ können die Kontaktdaten auch elektronisch oder per App erfasst werden.

6. Heizung

Die Kirchenheizung im Umluftbetrieb wird vor und nach einem Gottesdienst zur Raumaufheizung genutzt. Sobald sich im Kirchenraum Menschen aufhalten, wird die Lüftungsanlage abgeschaltet.

Um erhöhten Luftbewegungen im Kirchenraum durch Konvektion und Fallwinde an den kühlen Umschließungsflächen entgegenzuwirken, wird die Grundtemperatur unserer Heizungsanlage auf 10°C erhöht.

7. Taufe

Taufen können im Gemeindegottesdienst oder zu gesonderten Taufterminen mit jeweils einer Tauffamilie gefeiert werden. Die Hygienevorschriften (Abstandsregelung und das Tragen einer medizinischen Maske) müssen beachtet werden. Bei der Taufhandlung desinfiziert die Pfarrperson ihre Hände unmittelbar vor der Taufhandlung und alle am Taufritus beteiligten Personen tragen eine medizinische Maske. Die Segnung der Täuflinge wird mit Handauflegen vollzogen. Der Segen für Eltern und Paten wird aus einer Distanz von mindestens 4 Metern gesprochen.

Die Taufkerze steht angezündet auf dem Altar oder auf dem Taufstein. Die Taufurkunde und die Patenscheine werden zum Mitnehmen für die Familie bereitgelegt.

8. Abendmahl

Das Abendmahl wird als Wandelabendmahl gefeiert. Die Teilnehmer gehen mit medizinischer Maske über den Mittelgang nach vorne und über den Seitengang zurück.

Es wird nur mit einem Element (Brot/Oblate) gefeiert. Das Brot liegt mit ausreichend Abstand bereit. Das Gemeindemitglied nimmt sich das Brot selbst vom Tisch. Das Brot wird erst an der Sitzplatzposition gegessen.

Alternativ kann das Abendmahl auch so gefeiert werden, dass das Brot in kleinen Tütchen und der Wein bzw. der Traubensaft in geschlossenen Kunststoffgefäßen am Platz oder am Eingang bereitgehalten wird.

9. Teilnahme an Kasual-Gottesdiensten (Taufen, Hochzeiten, Konfirmationen)

Die Obergrenze der Teilnehmenden im Gottesdienst, in dem nur die Familien und der Bekanntenkreis der Täuflinge oder Trauleute anwesend sind, kann entfallen, wenn nur Gottesdienstteilnehmende mit Negativtest oder vollständig Geimpfte oder Genesene eingelassen werden. In diesem Fall ist der Mindestabstand nur zwischen den verschiedenen Gruppen von Personen eines Hausstands zuzüglich vollständig Geimpfter oder Genesener („Familieninseln“) einzuhalten. Die Sitzplätze sind in diesem Fall entsprechend auszuweisen.

Auch für Konfirmationen besteht die Möglichkeit, die für den Gottesdienstraum festgelegte Obergrenze auszusetzen und die zulässigen Sitzplätze dadurch zu erhöhen, dass nur Gottesdienstteilnehmende mit Negativtest oder vollständig Geimpfte oder Genesene eingelassen werden.

10. Gottesdienste im Freien

Auch für Gottesdienste im Freien ist ein Hygienekonzept für die genutzte, abgegrenzte Freifläche zu erstellen. Die Zahl der Gottesdienstteilnehmenden wird auf max. 250 Personen begrenzt. Gemeindegesang ist möglich und es entfällt die Maskenpflicht. Für Sänger sowie Musizierende mit Blasinstrumenten wird ein Negativtest empfohlen. Im Übrigen gelten die gleichen Regelungen wie für Gottesdienste in geschlossenen Räumen.

Darmstadt, 1. Juli 2021
Der Kirchenvorstand